DIE KUNST 1950 - 1975

Signums Schwedische Kunstgeschichte beginnt bereits zu der Zeit, als die Menschen vor zwölftausend Jahren noch in den Tundren am Rande des Binnenlandeises jagten, und erstreckt sich bis in unsere heutige Zeit hinein. In vierzehn Teilen wird die Kunst in chronologischer Reihenfolge geschildert. Signums Schwedische Kunstgeschichte ist die umfangreichste und detailierteste Ausgabe, die jemals erschienen ist. Die zwölftausend Jahre alte schwedische Kunst wird auf ca. siebentausend Seiten mit mehr als zehntausend Bildern beschrieben. Jeder Teil beschreibt eine Epoche aus der Geschichte der Kunst. Der Begriff Kunst wird hier weitgehend interpretiert denn hier wird Malerei, Skulptur, Architektur, Einrichtung, Gartenanlagen, Handwerk und Kunstindustrie beschrieben. Bis jetzt sind zwölf Teile erschienen, Teil dreizehn - Die Kunst der Jahre 1950-1975, erscheint im Mai 2005 und Teil vierzehn, die Kunst der Jahre 1975-2000, erscheint zum Frühjahr 2006.

"Alexius Huber (geb. 1939) kam in den sechziger Jahren als ausgebildeter Designer von Deutschland nach Schonen. Zu seinem künstlerischen und ideenmäßigen Hintergrund gehörte die Bauhausschule mit ihren starken Zusammenhängen zwischen Handwerk und Bildkunst. Zu diesem Erbe gehört auch der Glaube an die Kunst als menschliche Tätigkeit. Konzentration auf und Wahl des Materials waren von außerordentlicher Bedeutung. Hier findet man Aluminium, Edelstahl, Acrylglas, konkave und konvexe Metallspiegel, Licht, Ton - und auch Pappe. Das Verhältnis zwischen den Werken und deren Betrachter hat Huber in den Prozessen, die unser Sehen und unsere Erlebnisse steuern, genauestens studiert. Das Weiß, blanke Flächen, Durchsichtigkeit, das Matte, Schatten bedeckte, wird zu etwas Neuem legiert, was aber doch als Malerei bezeichnet werden muss. Wo in Hubers Fall die Grenze zwischen Malerei und Skulptur geht, ist schwer zu sagen, besonders, da das Gefühl von Leichtigkeit die Schwere eines Werkes aufhebt.
Hubers Werke in Edelstahl und Plexiglas fangen das Licht ein. Die Bearbeitung ist bis ins Kleinste verfeinert - mit verschiedenen Schnitten, Schliffen und Polierungen öffnet er die Oberflächen zu optischen Effekten. Formen werden verändert. Huber hat diese visuellen Spiele in verschiedenen öffentlichen Milieus gezeigt, z.B. ein Ventilationsturm aus Edelstahl für die Wohnungsbaugesellschaft HSB Södertorp in Malmö sowie ein neun Meter hohes Mobil aus Edelstahl für "Bygghälsan" in Malmö - beide im Jahre 1988.

(Signums Schwedische Kunstgeschichte, Teil 13, Die Kunst der Jahre 1950-1975, Seite 56-57)